AMC-Holzkirchen e.V.

...Verein im ADAC

Von der Gründung des AMC-Holzkirchen bis zur Gegenwart

Am 20. März 1953 wird der AMC Holzkirchen als eingetragener Verein des ADAC Gau Südbayern anerkannt! Die Idee dazu wurde allerdings bereits ein Jahr zuvor geboren. Am 8. Oktober 1952 versammelten sich, neben den Einladenden Josef Wochinger und Hans Steingraber, die Herren Helmut Grasser, Florian Kirchberger, Otto Maier, Max Mühlpointner und Willi Sparrer im Nebenzimmer des Gasthof Oberbräu zur ersten konstituierenden Sitzung. Der Zweck und die Ziele des zu gründen Clubs sollten sein:

  1. Es sollen gemeinnützige Ziele auf dem Gebiet des Kraftfahrzeugwesens verfolgt werden. Er soll der Pflege der Kameradschaft durch regelmäßige Zusammenkünfte, geselliger als auch sportlicher Veranstaltungen dienen.
  2. Es soll versucht werden, möglichst viele Kfz-Besitzer oder am Kfz-Wesen Interessierter für den ADAC zu gewinnen
  3. Die Werbung soll sich insbesondere auch auf die motorisierten Kreise im Umkreis von Holzkirchen erstrecken.
  4. Das Gesellschaftsleben in Holzkirchen soll durch den Club eine Belebung erfahren.

Es wurde beschlossen, die Gründungsversammlung am 25. Oktober 1952 in derselben Örtlichkeit abzuhalten.

Der Einladung an die „verehrlichen“ ADAC-Mitglieder von Holzkirchen und Umgebung sowie deren Freunde und Bekannten folgten 58 Personen. Nach einstimmigen Beschluss den Verein zu gründen, wurde Otto Maier als Erste Vorsitzender gewählt.
Von dort an nahm die jetzt 50jährige Vereinsgeschichte ihren Anfang!

1953 – 1954

Die ersten Jahre standen vor allem im Zeichen von touristischen Aktivitäten, die mit einem Ausflug zum Lugsteinsee, nach Kufstein und ins Auracher Löchl zu Buche schlugen. Für heutige Verhältnisse vielleicht nichts aufregendes, aber man erinnere sich: Es war die Zeit als die NSU Quickly mit 1,4 PS als eines der Wirtschaftswunder vorgestellt wurde. Die ein Jahr zuvor auf den Markt gekommene MAX mit 17 PS konnten sich wohl nur die wenigsten leisten. Der DKW F 91 wurde als „Sonderklasse“ mit Dreizylinder-Zweitaktmotor und 34 PS Leistung verkauft. Sicherlich waren diese Fahrzeuge auch Gesprächsstoff bei der Nikolausfeier am 21. November 1954.

1955
In diesem Jahr ging es so richtig los! Erstmals nahmen Club-Mitglieder auch an Veranstaltungen teil. So standen unter anderem am 19. Mai eine Bildersuchfahrt und am 21. August eine Orientierungsfahrt auf dem Programm. Im der offiziellen „Endergebnisliste der touristischen Ortsclub-Jahreswertung des ADAC Südbayern“ tauchte der AMC bereits auf dem 14. von 86 gewerteten Plätzen auf.

1956
Die Vereinsaktivitäten werden zahlreicher. Neben der Teilnahme an Orientierungs- und Suchfahrten ging es am 1. Mai erstmals zur Meraner Frühlingsfahrt.

1957
In dieses Jahr fällt die Geburtsstunde der Trials in Holzkirchen. Diese hohe Schule des Motorradsports ist damals wie heute unvergleichlich und zieht sich seither wie ein roter Faden durch die weitere Vereinsgeschichte. Der AMC war damit einer der ersten Vereine in Deutschland der sich diesem Gentlemansport verschrieben hat. Die Trials haben den AMC Holzkirchen in ganz Deutschland und dem angrenzende Ausland bekannt gemacht. Anfangs hießen die Trials in Deutschland zwar noch „Geländefahrt mit Fahrstilbewertung“ und man war von den Fahrtechniken der Stars aus England, der Geburtsstunde dieses Sports, noch meilenweit entfernt. Trotzdem erfasste der Bazillus des technisch sauberen Fahrstils viele Vereinsmitglieder. Es war damals wie heute, eine Herausforderung Geländehindernisse mit absoluter Motorradbeherrschung zu meistern.

1958
Ludwig Artmann wird zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Auch in diesem Jahr wurden mehrere Orientierungsfahrten und zwei Trials durchgeführt. Darüber hinaus hat sich das Trial-Training gelohnt!

Der „Silberpokal“ und der „Silberteller“ gingen nach Holzkirchen. Dazu schrieb der Oberbayerische Gebirgsbote am 9. Oktober 1957:

Silberpokal für Motorsportler
AMC Holzkirchen beim Olchinger Turnier erfolgreich
Die Sportgruppe des Auto- und Motorradclub, die sich bei verschiedenen Geschicklichkeitsprüfungen im Oberland bereits einen guten Namen gemachjt hat, beteiligte sich letzten Sonntag mit beachtlichem Erfolg beim „Trial“ des Olchinger Motorsportclubs. Mit 50 Motorrädern und 40 Moped war diese Veranstaltung sehr gut beschickt; die Prüfungen verlangtgen die volle Beherschung der Maschine. Auch die Konkurrenz ließ nichts zu wünschen übrig, zumal bekannte Sechs-Tage-Fahrer mit am Start waren.

Um so höher ist der Erfolg der Holzkirchner Teilnehmer zu bewerten. So blieb Christl Hacker in der 175 ccm Klasse Sieger; mit dem Moped kamen Georg Lechner auf den dritten und Gregor Käs auf den vierten Platz. Als wertvollste Trophäe konnte ein Silberpokal als Mannschaftspreis von den Holzkirchner Motorradfahrern gewonnen werden; das Holzkirchner Team stellten Christl Hacker, Helmut Maltan und Franz Hillmeier.

Aber auch den Mopedfahrern gelang es, den Mannschaftssieg zu schaffen; den hierfür gestifteten Silberteller als Ehrenpreis des Gaues Südbayern brachten Gregor Käs, Georg Purzer und Josef Lachner nach Hause.

1959
Erstmals findet am 25. Januar mit einem Skijöring auf der Brindlinger Wiese ein „Rennen“ statt. Leider war die in wochenlanger, mühevoller Freizeitarbeit präparierte Bahn auf Grund eines Wetterumschwungs nicht in allerbestem Zustand. Eine weitere Rennaktivität stellte ein Grasbahnrennen dar. Am 11. Oktober wurde ein erstes großen OMK-Trial mit Start im Herdergarten veranstaltet. Bei diesem ersten großen Trial war die gesamte damalige Deutsche Spitzenklasse am Start. Die OMK (Oberste-Motorsport-Kommision) war bis zum Ende der 90er Jahre oberstes Motorradsportorgan in Deutschland. Er wurde dann erst vom DMSB (Deutscher-Motorsport-Bund) abgelöst in dem seither Auto und Motorradsport unter einem Dach organisiert werden.
Die Jahresabschlußfeier wurde in diesem Jahr übrigens von den „Drei lustigen Moosachern“ begeleitet.

Wer die Gegend um den Hakensee kennt, wird die Stelle am Hakenseeauslauf wiederfinden. Wie hieß es in der Broschüre „Was ist Trial?“ der Zündapp-Werke aus den 60er Jahren: „… auf keinen Fall sollte man mit einem Helm fahren! Der Helm hindert eher die Sicht und wenn man zu Boden muß, ist das nicht weiter schlimm da man ohnehin meist nur aus dem Stand zum Sturz kommt!“

 

 

1960
Das sportliche Jahr begann mit einem Faschingsball-Trial. Schließlich wurde am 28. August nach zweimaligen Verschieben ein großes Grasbahnrennen gestartet. Leider wurde diese Veranstaltung, die auf Grund widriger Witterungsverhältnisse zweimal verschoben werden mußte und bei der Fahrern aus dem gesamten damaligen Bundesgebiet hervorragenden Sport geboten haben, durch mangelndes Zuschauerinteresse zu einem finanzieller Desaster. Wie in einem Schreiben an den Ersten Bürgermeister ausgeführt wurde, brachte die Veranstaltung ein Defizit von sage und schreibe 2.370, 56 DM! Dies war das letzte „Rennen“ das vom AMC Holzkirchen ausgeschrieben wurde.

1961
Franz Schlickenrieder tritt sein Amt als Erster Vorsitzender an. Am 25. März wurde erstmals ein Lauf zur Deutschen Trial-Meisterschaft ausgetragen. In dieser Zeit wurden noch Vorläufe in den Zonen Nord und Süd mit jeweils 5 Trials und in der Zone Berlin mit 2 Trials ausgetragen. Letztendlich berechtigte erst eine entsprechende Wertung zur Teilnahme an den beiden Meisterschafts-Endläufen. Ein Grund dafür war, dass man die Anreisekosten zu den einzelnen Veranstaltungen so niedrig als möglich halten wollte.

Noch lange bevor jemand etwas vom ADFC gehört hat beschäftige sich der AMC Holzkirchen auch mit dem Fahrrad. Wie die Chronik zu berichten weiß, hält H. Kirner einen Dia-Vortrag zum Thema: „Mit dem Fahrrad durch Afrika“. Auch heute ist der AMC Holzkirchen sehr engagiert wenn es um den jugendlichen Radlernachwuchs geht. Dazu aber später mehr.

Zum Jahresende fand am 8. Oktober noch eine Bildersuchfahrt statt.

 

1962

Durch die mustergültige Organisation und die beste Ausnützung der gegebenen Geländeschwierigkeiten bei dem DM-Trial im Vorjahr erwarb sich der AMC Holzkirchen den Ruf eine der Trial-Hochburgen in Deutschland zu sein. Nicht zu letzt auf Grund dieser Tatsache konnte in den nächsten 10 Jahren ununterbrochen ein Lauf zur Deutschen Trialmeisterschaft durchgeführt werden.

Während dieser Zeit waren alle deutschen Spitzenfahrer in Holzkirchen zu Gast. Namen wie Franke, Krahnstöver, Brandl, Sengfelder, Specht und Wolfgruber, um nur einige zu nennen, lassen das Herz jedes Motorsportlers wohl ein bisschen höher schlagen; verkörpern diese Namen doch eine Unzahl von Deutschen, Europa- und Weltmeistertiteln.

In das Jahr 1962 fiel einer der sportlichen Höhepunkte der Vereinsgeschichte. Erstmals wurde am 7. und 8. April ein internationales Zwei-Tage-Trial in Deutschland veranstaltet! Bei widrigen, fast schon typischen Holzkirchner Wetterbedingungen kämpften Fahrer aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Deutschland um den Gesamtsieg. Auf einem ca. 30 km langen Rundkurs im Hakenseegebiet, dem Teufelsgraben und am Taubenberg entschied schließlich der oftmalige Deutsche und zweifache Europameister Gustav Franke auf Zündapp den Wettbewerb für sich.

Unter den ca. 30 Startern war auch ein junger, damals knapp 16jähriger Belgier, der trotz einer am ersten Tag erlittenen, schweren Handverletzung in seiner Klasse den dritten Platz belegen konnte.

Es war Jacky Ickx, der heute sicher als Motorsportlegende auf zwei und vier Rädern bezeichnet werden darf! Seine damalige Einstellung hat bewiesen, dass man nur durch eine gewisse Härte gegen sich selbst, dem Abwägen aller Möglichkeiten verbunden mit voller Konzentration und optimal vorbereiteten Maschinenmaterial zu einem ganz großen Könner im Motorsport aufsteigen kann!

1962 mit seiner Maico am Start:
Rudy Wyss aus der Schweiz

1963 – 1964
Es konnte das 10jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden! Leider ist über die Festivität vom 19 Januar 1963, nichts näheres aufgezeichnet. Fast schon traditionell wurden, wie bereits erwähnt, jeweils ein Lauf zur Deutschen-Trial-Meisterschaft veranstaltet. Im Jahr 1964 wurden ausserdem eine vereinsinterne „Vatertags-Orientierungs-Fahrt“ am 7. Mai und eine Suchfahrt am 3. Oktober gestartet.

1965
Mit Marinus Kolbeck bekommt der AMC Holzkirchen einen neuen Ersten Vorsiztenden. Jetzt erst erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister beim Registergericht Miesbach. Erstmals wurde am 3. Juli eine Nachtorientierungsfahrt ausgeschrieben. Zum letzten Mal ging der auf dem Programmheft zum 1. Lauf zur Deutschen Trial-Meisterschaft am 9. Oktober dargestellte stilisierte Trialfahrer an den Start.

Der treue Sportkamerad links im Bild zierte seit Anbeginn bis 1965 alle Programmhefte der Meisterschaftsläufe!

Interessantes Detail am Rande ist, das seinerzeit alle, auch die meisten internationalen, Trial-Meisterschafts-Serien, über die Wintermonate liefen!

So hatten die Fahrer die Gelegenheit, im Sommer an anderen Motorsportwettbewerben teilzunehmen. Dies war keine Seltenheit und gang und gäbe! Viele großartige Fahrer wie z. B. Geoff Duke, Sammy Miller, Mick Andrews, Josef Wolfgruber, um nur einige ganz wenige zu nennen, waren seiner Zeit nicht nur ausgezeichnete Trialfahrer sondern auch gleichermassen erfolgreiche Fahrer bei Straßenrennen oder Geländefahrten (heute heißt das ja Enduro!).

 

1966
Für die Statistik:

– 19. Februar Faschingsball
– 09. Oktober Deutsche Trialmeisterschaft
– 17. Dezember Jahresabschlussfeier

Das Jahr 1966 bringt ein weitreichendes Ereignis, ohne das es wohl heute um den Trialsport im gesamten Süddeutschen Bereich schlecht gestellt wäre!

Auf Initiative von Helmut Zieger, dem langjährigen Sportleiter und 1. Vorsitzenden des AMC Holzkirchen, wird der Trial-Alpenpokal ins Leben gerufen.

Die Serie, die weit über die Süddeutschen Grenzen bekannt wurde hat allen Wirren von neu gegründeten Verbänden und Organisationen wacker standgehalten und hat sich bis heute ihren unbestritten hohen Stellenwert erhalten.

Es wäre müssig, weiter über den Alpenpokal zu philosophieren, denn das hieße  Eulen nach Athen zu tragen.

Tatsache ist und bleibt, dass wir Trialer über alle Vereinsgrenzen hinaus, dem liebevoll „Alpenpokal-Vater“ gerufene, Helmut Zieger, der am 14. Juni 1980 nach langer, schwerer Krankheit verstarb, zu Dank verpflichtet sind!

Zweimal Helmut Zieger:
Einmal mit viel body-lean auf seiner Puch und rechts als Fahrtleiter beim Trial zur Deutschen-Meisterschaft 1960

 

1967
Helmut Zieger leitet für die nächsten 13 Jahre als Erster Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Auch in diesem Jahr waren die Vereinsaktivitäten wieder vielseitig. Neben einer Orientierungsfahrt am 11. Juni und einem Ausflug ins Stubaital am 21. Oktober wurde am 16. Dezember der Jahresabschluss gefeiert.

Davor fanden sich am 14. Oktober wieder zahlreiche Spitzenfahrer zur Deutschen Meisterschaft ein. In der Starterliste mit Startnummer 46 in der Wertungsklasse III, Lizenzfahrer über 200 ccm erscheint unser Clubkamerad Johann Atzinger, der es übrigens bisher als einziger Fahrer unseres Vereins in der „ewigen Bestenliste“ im Jahr 1968 mit dem 8. Platz in der Europameisterschaft geschafft hat! Da es damals noch keine Weltmeisterschaft gab ist sie dieser gleichzusetzen. Daneben ist er unser einziger Deutscher Meister. Im Jahr 1981 gelang es im nach langjähriger Abstinenz und dann hartem Training den damals noch jungen Titel des Deutschen-Senioren-Trial-Meisters zu erringen. Übrigens war das auch der einzige Deutsche Meistertitel, der je auf der legendären Bultaco Sherpa errungen wurde!

Sein Sohn Hans eiferte ihm nach und errang im Jahr 1989 den Titel des Deutschen-Jugend-Meisters mit der Mannschaft des ADAC Südbayern.

Hans Atzinger in seinem unverwechselbarem Stil, kraftvoll und doch elegant

1968
Traditionell wurde auch in diesem Jahr wieder zum Faschingsball geladen. Der Ausflug führte am 12. Oktober nach Kreßbronn.

Diese Jahr lies einen weiteren sehr erfolgreichen Motorsportler des AMC Holzkirchen in den Ergebnislisten der Deutschen Meisterschaft erscheinen. Diesmal allerdings im Bahnsport. Georg Purzer erreichte in seinem ersten Lizenzjahr einen hervorragenden 2. Platz. Sein größter sportlicher Erfolg kam dann 1970, als er sich bei den Vorläufen zur Sandbahn-Europameisterschaft in Vilshofen und Radgona/YU für die Endrunde in Scheeßel qualifizierte und nach harten Vorläufen bis in den Endlauf vordrang! Hier erkämpfte er sich trotz eines Sturzes in aussichtsreicher 3. Position noch einen 9. Platz. Leider beendete ein unverschuldeter Verkehrsunfall im gleichen Jahr diese hoffnungsvolle sportliche Karriere.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch in diesem Jahr am 28. Oktober wieder ein Lauf zur Deutschen Trial Meisterschaft stattgefunden hat.

1969
Die „Saison“ wird am 15. Februar mit einem Faschingsball eingeläutet. Am 11. Oktober wird vorläufig zum letzten Mal ein Lauf zur Deutschen Trial Meisterschaft gestartet.

Nach 10 Jahren hatte sich eine gewisse Stagnation durch das Fehlen von Nachwuchsfahrern eingestellt, ein Problem das wohl jeder Verein nur zu gut kennt! Glücklicherweise haben die „Motoren“ des Vereins nie aufgehört, in ihrem Interesse am Trialsport nachzulassen. Beharrlich wurde weiter gearbeitet und einige Jahre später zeigten sich wieder erste Erfolge!

Unser Titelseiten-Trialer zeigte deutlich mehr Dynamik als sein Vorgänger! Trotzdem musste er bis 1977 warten um wieder bei einem Prädikats-Trial in Holzkirchen an den Start gehen zu können.

 

1970
Trotz der erwähnten Stagnation wird in diesem Jahr am 19. Juli ein Trial zum Trial-Alpenpokal ausgetragen. Daneben beschränkte sich das Clubleben vor allem auf gemeinschaftliche Ausfahrten und Treffen.

1971
Als ein Highlight bei den monatlichen Club-Abenden wird am 28. Januar ein Vortrag über die StVo vermerkt. Am 27 Juni gelingt es wieder ein Trial zum Alpenpokal zu veranstalten.

1972
Hartnäckig wird der Trialsport im Auge behalten und am 18. Juni ein Alpenpokal-Trial gestartet.

1973
Es geht wieder aufwärts! Mit der Gründung einer Jugendgruppe gerät wieder neuer Wind in die Trial-Segel! Beim 1. Lauf zum Alpenpokal am 20. April in Kiefersfelden gehen sechs Fahrer des AMC Holzkirchen an den Start.

v.l.: Rudi Seitz (Jugendbetreuer), Rudi und Karl Herbst, Rudi Hacker, Max Braun, Robert Steininger und Anton Gerstl.

 

1974
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem auf veraltetes Maschinenmaterial und Unerfahrenheit zurückzuführen waren, stellten sich erste Erfolge ein. In diesem Jahr beteiligten sich bereits einige Fahrer bei der Deutschen Trial-Meisterschaft!

Bestimmt gab es bei der Sonnwendfeier am 27 Juli in Cafe Waldwinkel viel darüber zu erzählen.

1975
Wieder ist der Faschingsball am 7. Februar der „Saison-opener“. Am 25. Mai treffen sich ca. 80 Trialfahrer in Osterwarngau zum Trial-Alpenpokal. Auch dieses Trial läuft zur vollsten Zufriedenheit von Teilnehmern und Veranstaltern, konnte doch auf einen Großteil der altbewährten Punktrichter, die ihre Erfahrungen bei den Deutschen Meisterschaften gesammelt hatten, zurückgegriffen werden. Unterstützt wurden sie von jungen Leuten, die fast alle bereits der zweiten Generation dem Club angehörende, ebenso begeisterst bei der Sache waren.

1976
In diesem Jahr wurde zum letzten Mal ein Faschingsball veranstaltet. Die Erfolge der Holzkirchner Fahrer können sich sehen lassen. Herausragend waren die Erfolge, die Max Braun eingefahren hat. Er gewinnt zum zweiten Mal den Alpenpokal und wird Bayerischer Meister.

Start zur Weltmeisterschaft 1976 in Gefrees: Max Braun und Robert Behr

Der Taubenberg ist auch 1976 wieder Treffpunkt von Trialfahrern aus nah und fern um sich beim Alpenpokal zu messen.
Das neu ins Leben gerufene vereinsinterne „Kirchweih-Trial“ zum Saisonendesoll nicht nur dem sportlichen Ehrgeiz dienen sonder vor allem auch das zünftigen Miteinander herauskehren. Das Konzept bewährt sich und ist bis heute willkommener Anlass zum „Trial- und anderem Tratsch“.
Am 6. März erscheint die erste Ausgabe von „TRIALSPORT – Das Mitteilungsblatt für Trialfahrer“

1977
25 Jahre AMC Holzkirchen! Anlässlich diesem runden Jubiläums wagt man sich wieder an die Ausrichtung einer Prädikatsveranstaltung. Am 31. Juli wird mit Start in Buch um Punkte für die Bayerische Meisterschaft gefahren. Die Strecke mit ihren Sektionen verläuft in der Gegend des Hakensees. Das Trial wird von allen Fahrern trotz großer Kälte und Dauerregen hervorragend bewertet und ermutigt zu größeren Taten.

1978
Am 11. März wird der Festakt anlässlich des 25jährigen Bestens in der Alten Post in Holzkirchen mit Ehrung der Gründungsmitglieder begangen.

Am 30 Juli heisst es wieder Start frei für einen Lauf zur Bayerischen Trialmeisterschaft

1979
Auf Grund der immer emsiger werdenden Vereinsaktivitäten tritt der AMC Holzkirchen dem Bayerischen Landessportverband bei und erhält die Anerkennung als gemeinnütziger Sportverein.

Rudi Reiter wird mit einer von der Deutschen Steyr Daimler Puch AG zur verfügung gestellten „PUCH RANGER 4 T“ Südbayerischer Jugend-Trial-Meister.

1980
Am 14. Juni stirbt nach langer schwerer Krankheit der langjährige Vorsitzende Helmut Zieger.

A

Am 25. November werden im Hakensee-Gebiet wieder Punkte für die Bayerische Trial-Meisterschaft vergeben. Gesamtsieger wird Jo Wallmann. Der „Jo“ ist Österreicher, aber in diesem Jahr mit deutscher Lizenz am Start. Dem sympatische Salzburger, der auch zahlreiche internationale Erfolge auf seinem Konto verbuchen konnte, kennt das Gebiet bereits aus Starts aus den 60er Jahren und kam immer wieder gerne hierher zurück.

1981
Ende Januar motivierten sich ich die Aktiven Fahrer auf Einladung des Clubs bei einem Ausflug nach Antermoia/Südtirol.
Am 5. März wurde Christian Hacker, der nach dem Tod vom Helmut Zieger den Vorsitz kommissarisch übernommen hatte bei der Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Am 14. Juni wurde in Buch das „Helmut-Zieger-Gedächtnis-Trial“ als Lauf zur Bayerischen Meisterschaft gestartet. Bei brütend heissen Temperaturen wurde den Fahrern alles abverlangt. Am 27. Oktober ging es dann beim „Kirchweih-Trial“ beim Sender in Lochham gemütlicher zu.
Hans Atzinger erhält im November aus Händen von Bürgermeister Albert Seiler den Zinnteller der Marktgemeinde für erfolgreiche Sportler der Marktgemeinde. Bei 8 Läufen zur Deutschen Trial Meisterschaft konnte er sich sechsmal als Sieger eintragen und gewann den Titel des Senioren Meisters souverän.

1982
Wieder war der Saisonstart Mitte Januar in Südtirol wo man sich auf neue Taten vorbereitete. Für 1. und 2. Mai organisierte Hans Riedleder einen Ausflug nach Andrian. Auch diese Ausfahrt wurde ein sehr schönes Wochenende und man beschloss, nächstes Jahr wiederum hierher zu kommen.

Am 11. Juli wurde erneut das „Helmut-Zieger-Gedächtnis-Trial“ durchgeführt. Diesmal als Lauf zum Alpenpokal und zum Süddeutschen-Trial-Pokal. Das Trial war organisatorisch und sportlich wieder ein grosser Erfolg, trotzdem hing das Damokles-Schwert über der Veranstaltung:

Seitens des Landratsamtes Miesbach wurden alle motorsportlichen Veranstaltungen untersagt!

Trotz der fraktionsübergreifenden großen Unterstützung des Marktgemeinderates Holzkirchen konnte dem AMC Holzkirchen nicht geholfen werden. Das hies, falls man auch in Zukunft Trialsport auf höchstem Nieveau bieten wollte musste man unter grossen zeitlichen und organisatorischen Aufwänden in den benachbarten Landkreis Rosenheim ausweichen.

So wurde dann am 24. Oktober gemeinsam mit dem MSC Kiefersfelden die Deutsche-Jugend-Trial-Meisterschaft erstmals ein Trial ausserhalb der Gemeindegrenzen veranstaltet.

Aber es gab auch erfreulicheres zu berichten. Seitens des ADAC Gau Südbayern wurde die Idee ersonnen, Jugendlichen den sicheren Umgang mit einem motorisiertem Zweirad zu vermitteln und damit einen Beitrag zur Senkung der Unfallrisiken zu leisten. Zusammen mit dem AMC Holzkirchen wurde dann die „ADAC-Trial-Schule“ gegründet, die in eintägigen Kursen Mädchen und Jungen Tipps für eine sicheres Fahren gibt. Seither zählte man weit mehr als 1.200 Teilnehmer!

Unter erfahrener Anleitung: ADAC Gau Südbayern Trialschule

1983
Nach dem im vergangen Jahr vom MC Hausham erstmals ein Eisstock-Turnier der Motorsportvereine des Landkreises veranstaltet wurde, war heuer Holzkirchen als Sieger mit der Ausrichtung an der Reihe. Am 10 Februar konnten dann die Eisschützen zum zweiten Mal in Folge den Wanderpokal in Empfang nehmen.

Am 30 April ging es dann erneut nach Andrian um der Weißweiprobe vom letzten Jahr dieses Jahr eine Rotweinprobe folgen zu lassen. Am 12. Mai versuchte sich der AMC Holzkirchen erstmals mit der Durchführung eines Fahrrad-Trial um so zumindest teilweise den herben Verlust von Trials im eigenen Gelände zu schmälern. Obwohl das Trial eigentlich recht gut verlief, fand es nicht die gewünschte Akzeptanz bei Zuschauern und Funktionären und so blieb es bei dem einmaligen Versuch. Dieses Jahr standen dann auch noch ein Ausflug nach Kufstein im Terminkalender.

Zu erwähnen bleibt, dass trotz der bekannten Gelände-Schwierigkeiten zur Zufriedenheit aller Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder ein Kirchweihtrial stattfand.

Bei der Jahresabschlussfeier am 3. Dezember gab es erstmals Ehrenpreise für die Nachwuchsfahrer und als weitere Belohnung wieder eine Ausflug nach Südtirol spendiert.

1984
Die Ausflüge in diesem Jahr führten am 21. Juli zum Walchsee und am 29. September bei bestem Herbstwetter ins Altmühltal.
Am 27. Oktober wurde dann wieder gemeinsam mit dem MSC Kiefersfelden ein Alpenpokal ausgerichtet.

1985
In dieses Jahr fällt wieder eine Premiere in die Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des ADAC-Fahrrad-Turniers „Wer wird Meister auf zwei Rädern – sicher ans Ziel“ an den Schulen im Raum Holzkirchen ein solches ausgeschrieben. Das Turnier war ein voller Erfolg! Heute sind die Fahradturniere das zweite Standbein des AMC Holzkirchen und werden mit ungebrochen hoher Begeisterung angenommen!

Am 25. Oktober wird dann, erneut mit dem MSC Kiefersfelden, die Deutsche-Jugend-Trial-Meisterschaft organisiert.

1986
Wieder eine Premiere: Gemeinsam mit dem MC Rosenheim wird die Bayerische-Jugend-Trial-Meisterschaft im Zementwerkgelände Rohrdorf ausgetragen. Eine bis heute fruchtbare Zusammenarbeit die sich seither alljährlich bewährt und zu vielen hochkarätigen Veranstaltungen geführt hat.

Technische Abnahme beim Jugendtrial in Rohrdorf

1987
Wieder heißt es in Rohrdorf Start frei für die Junioren. Am 10. Oktober kämpfen die Jugendmannschaften aus ganz Deutschland um den Sieg. Schließlich erhält die Mannschaft aus Nordbaden den vom Bayerischen Ministerpräsidenten gestifteten Preis.

Wie bereits erwähnt, ziehen die Fahrradturniere auch in diesem Jahr zahlreiche Jungen und Mädchen an.

Das ereignisreiche Jahr findet bei der Weihnachtsfeier am 26. November seinen Abschluß.

1988
Mit etwas weniger Aufwand als bei der Deutschen-Jugend-Meisterschaft wird am 16. April in Rohrdorf ein Alpenpokal ausgetragen. Die Ausflüge in diesem Jahr führen in den Chiemgau und im Oktober zum Törggelen nach Freienfeld/Südtirol.

1989
Wieder finden sich die besten deutschen Nachwuchsfahrer am 9./10. September zur Deutschen-Jugend-Trial-Meisterschaft in Rohrdorf ein. Diesmal heisst der Sieger Gau Südbayern und mit einem zweiten Platz in seiner Klasse wird Hans Atzinger mit der Mannschaft Deutscher-Jugend-Meister.

Erfolgreich waren auch die Eisschützen des Vereins. Zum sechsten Mal erringen sie im Ortsclub-Turnier den Sieg.

1990
Der Frühjahrsausflug führte in diesem Jahr nach Andrian. Am 28.04. trifft man sich wieder in Rohrdorf zur Bayerischen und Süddeutschen-Trial-Meisterschaft

1991
Mit über 300 Startern hatten die Fahrradturnier-Verantwortlichen im Frühjahr alle Hände voll zu tun. Erholung brachte hingegen der Ausflug ins Bauernhof- und Automuseum nach Ammerang im Juli.

1992
Es war ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr für den AMC Holzkirchen. Max Braun wird jeweils in der Seniorenklasse Bayerischer Meister und zweiter in der Deutschen-Trial-Meisterschaft. In Rohrdorf findet erneut ein Trial zur Wertung des Alpenpokal und der bayerische Jugendtrial-Meisterschaft statt.

Am 19. Juli wird auf dem Parkplatz der Firma ZWECKFORM erstmals ein Trial mit künstlich gebauten Hindernissen als Lauf zur Bayerischen Meisterschaft gestartet. Das Trial soll vor allem auch auf die nach wie vor grosse Misere fehlender Veranstaltungsmöglichkeiten im Holzkirchner Raum hinweisen.

Obwohl die Veranstalter und Helfer ein immenses Arbeitspotential bewältigen und das Trial eigentlich recht gut gelaufen ist, wird diese Art von Trials nicht im wünschenswertem Maße angenommen um den hohen Aufwand zu rechtfertigen.

Durch die fehlenden Trainings- und Übungsmöglichkeiten machen sich bereits ernsthafte Nachwuchsprobleme bemerkbar.

Parkplatz-Trial (Foto: Horst Schmid)

1993
Der AMC Holzkirchen feiert sein 40jähriges Jubiläum! Am 7. August wurde um 17 Uhr bei strahlenden Sonnenschein die Feierlichkeiten mit der Aufstellung zum Blumenkorso im Herdergarten begonnen. Nachdem 22 Pkw´s, zwei Motorräder und drei Feuerwehrautos gekürt wurden, fand man sich zu einem Gottesdienst mit Fahrzeugweihe, die im Zeichen des Hl. Christopherus stand, ein. Der Festabend fand dann im Gasthof Alte Post statt. Grußworte richteten unter anderem 3. Bürgermeister Bernd Weimann und Dr. August Markl für den ADAC Gau Südbayern.

In der Festansprache bedankte sich der 1. Vorsitzende, Christian Hacker, für alle guten Wünsche und forderte die Anwesenden zu einer Schweigeminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder auf.

Am 21.08. gab es ein weiters Jubiläum zu vermelden. Mit dem Lauf zur Süddeutsche Trial-Meisterschaft wurde das 25. Prädikats-Trial des AMC Holzkirchen gestartet.

1994
Im April wurden circa 20 potentielle junge Fahrer in die Kiesgrube der Firma Gröbmair zu einem Training eingeladen. Es war der Versuch, die Nachwuchsarbeit wieder in Schwung zu bringen. Trotz aller Bemühungen folgten der Einladung nur 5 Fahrer. Bleibt an dieser Stelle dankbar zu erwähnen, dass es ohne die großzügige Duldung von Hans Gröbmayr heute um den Nachwuchs im AMC Holzkirchen schlecht gestellt wäre. War dies doch die einzige Möglichkeit, wenn auch nicht ganz offiziell, zu trainieren. Am 1. Oktober wurden dann wieder gemeinsam mit dem MC Rosenheim zwei Läufe zur Deutsche-Trial-Meisterschaft gewertet.

Den Fahrradturnieren war auch in diesem Jahr wieder großer Zulauf beschieden.

Im Mai führte der alljährliche Ausflug nach Riedenburg.

1995
Wechsel in der AMC Vorstandschaft. Nach eineinhalb Jahrzehnten kandidierte Christian Hacker nicht mehr als Erster Vorsitzender. Auf Vorschlag wurde Karlheinz Nolte einstimmig als Nachfolger gewählt. Auch Christa Rimböck legte ihr Amt nach langen Jahren nieder. Ihr folge Helmut Westermayer jun. Weiterhin im Amt waren Waldemar Eder als zweiter Vorsitzender und Tourenleiter, Helene Eder als Schatzmeisterin und Max Braun als Sportleiter.

Im Ausgust stand ein Lauf zum Alpenpokal und am21. Oktober das Kirchweihtrial im Terminkalender.

1996
Wiederum wurde ein Lauf zur Deutsche Meisterschaft in Rohrdorf ausgetragen.

Bei den Fahrradturnieren kristallisierte sich immer mehr Karlheinz Nolte als der Motor dieser für die Sicherheit jungen Radler wichtigen Turniere heraus.

1997
Das Jahr bracht erneut Änderung in die Vorstandschaft. Max Braun schied als Sportleiter aus und wurde durch Helmut Hacker ersetzt. Das Amt des Schriftführers wurde von Ulrich Huber übernommen. Bei den Fahhradturnieren waren mehr als 400 Kinder und Jugendliche am Start!

Am 4. und 5. Oktober trafen sich die Trialer wieder zu Läufen zur Deutschen und Süddeutschen-Trial-Meisterschaft.  Am 8. November fand der sportliche Saisonausklang wiederum in der „Gröbmair-Kiesgrube“ statt.

Touristisch war der Herbstausflug mit der Bahn nach Nürnberg der Höhepunkt des Jahres.

1998
Nach den ersten Monats-Versammlungen wurde die Saison mit einer Mainschleifenschiffahrt im Mai so richtig eröffnet. Die Fahrradturniere standen in diesem Jahr zum ersten Mal mit dem Hauptsponsor „Deutsche-Bundespost“ statt. Strecke frei zur Süddeutschen-Trial-Meisterschaft und zum Alpenpokal hiess es dann am 16. und 17. Mai in Rohrdorf. Vorausgegangen war eine Punktrichterschulung im Cafe Waldwinkel, da sich die Sektionswertung in diesem Jahr drastisch änderte; Non-Stop war angeordnet und führte, anfangs, zu Unsicherheiten bei der Bewertung. Im Mai waren einige Vereinsmitglieder zum Helfen bei der Weltmeisterschaft in Kiefersfelden. Nach Meinung aller beteiligten ein tolles Erlebnis!

Ein weiters Highlight des Jahres war das Kirchweihtrial, dass wieder in der Gröbmayr-Kiesgrube stattfand. Trotz eisiger Kälte und Schneegestöber war das wohl eines der bisher schönsten. Der Reinerlös kam der Kinder-Krebshilfe zu Gute.

1999
Erneut drehte sich das Karussell in der Vereinsführung. Helmut Hacker rückte als erster Vorsitzender nach. Karlheinz Nolte kümmert sich mit mehr Elan denn je um die Fahhradturniere. Ansonsten gab es keine Änderungen im Vereinsvorsitz. Auf Grund der inzwischen langjährigen Erfahrungen mit der Trialschule des ADAC Gau Südbayern beteiligte sich der AMC Holzkirchen erstmals im Ferienprogramm des Kreisjugendringes und bietet Trial-Schnupper-Lehrgänge an. Der Weg erwies sich als richtig, ganz langsam können wieder Jugendliche aus dem Raum Holzkirchen für den Trialsport interessiert werden. Die ersten Lehrgänge dazu wurden in der Kiesgrube der Firma Schnitzenbaumer in Föching abgehalten.

Auch dieses Jahr wurde am 15. Mai wieder ein Lauf zur Deutsche Trial-Meisterschaft ausgeschrieben.

Im Oktober ging es ins österreichische Weinviertel, genauer gesagt nach Retz, wo neben einer Stadtführung und dem Besuch des Motorradmuseums Eggersburg natürlich auch ein Heurigen-Abend auf dem Programm stand.

2000
Bei der 48. ordentlichen Mitgliederversammlung im März gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen. Waldemar Eder wurde als 2. Vorsitzender und Tourenleiter einstimmig wiedergewählt. Ebenso wird Helene Eder als Schatzmeisterin einstimmig im Amt bestätigt und wurde die im Rahmen der Veranstaltung mit der Gaunadel des ADAC Südbayern für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Im Mai wurde ein Lauf zur Süddeutschen Trial-Meisterschaft und im Oktober die Deutsche Jugend-Trial-Meisterschaft in Rohrdorf durchgeführt. Selbstverständlich müssen auch die 6 Radlturniere in und um Holzkirchen wieder Erwähnung finden.

Der Durchbruch:

Nach 18 Jahren gelingt es endlich, ein eigenes Trainingsgelände in Holzkirchen zu bekommen. Die Gemeinde Holzkirchen, die dieses Ansinnen seit langem unterstützt, eröffnet die Möglichkeit, ein nordöstlich der Gemeindekläranlage in Fellach gelegenes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Der Marktgemeinderat entscheidet schließlich am 30. Mai, mit 18 : 3 Stimmen, das Gelände dem AMC Holzkirchen mit einem langfristigen Pachtvertrag zur Verfügung zu stellen.

In Folge wird auch seitens der Behörden des Landratsamtes Miesbach das Unternehmen ohne größere Schwierigkeiten befürwortet und genehmigt.

2001
Das Club-Jahr begann im Februar mit einem Clubabend bei dem ein Film über die Deutsche Jugend-Trial-Meisterschaft gezeigt wurde. Ebenfalls im Februar trafen sich alle Aktiven und Helfer zur „Sektion 20“ im Cafe Franz. Das „A“-Schild sah eine kurze Einweisung in die Besonderheiten der Sektion mit einer anschließenden Stärkung vor. Das „E“-Schild konnte jeder, je nach Kondition, Lust und Laune, selbst festlegen. Für die meisten war das eine ziemlich lange Sektion!

Die Stärkung war auch dringend notwendig. Nachdem alle Genehmigungsfragen für das Gelände geklärt waren, stimmten alle anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im März einstimmig für Annahme des Pachtvertrages.

Das bedeutete umfangreiche Bauarbeiten im Gelände und schließlich sollte auch noch ein Trial zur Deutschen Meisterschaft im Juni und wiederum zahlreiche Fahrrad-Turniere veranstaltet werden.

Bei den Neuwahlen gab es keine großen Änderungen. Robert Steininger erklärte sich bereit, in zwei Jahren das Amt des Sportleiters zu übernehmen und sich ab sofort verstärkt um die Jugendarbeit zu kümmern.

Der Nachwuchs war bis zum Ende letzten Jahres auf zwei Fahrer zusammengeschrumpft. Mit Nutzung des Geländes erhoffte man sich den Stand deutlich zu verbessern und wollte deshalb die Jugendarbeit von Anfang an auf vernünftige Beine stellen.

Das Gelände ist anfangs eine reine Wildnis, aber mit immenser Eigenleistung und teils unentgeltlicher Beistellung von Arbeitsgeräten und Baumaterialien zahlreicher Firmen wird das Projekt in Angriff genommen und in den darauffolgenden eineinhalb Jahren nahezu fertiggestellt!

Nachdem der Wildwuchs gerodet war, begannen die Arbeiten. An ein regelmäßige Training war allerdings noch nicht zu denken. Zu viel Arbeit wartete auf die Clubmitglieder um das Gelände in brauchbaren Zustand zu bringen und das „Trial-Häuserl“ zu bauen. Bereits Mitte des Jahres konnten aber im Gelände zwei Lehrgänge im Rahmen des Ferienprogrammes durchgeführt werden bei dem 27 Jugendliche teilnahmen. Zünftiger Jahresausklang war das Kirchweihtrial am 2. Dezember, dass ebenfalls im Gelände stattfand und seinen zünftigen Ausklang des im Rohbau befindlichen Häuserl´s fand.

2002
Das Jahr war wieder mit zahlreichen Club-Aktivitäten vollgestopft. Neben dem obligatorischen Trial in Rohrdorf im Juni standen ebenso traditionell die Fahrradturniere im Terminkalender. Schließlich führte die Clubmitglieder ein Ausflug nach Bamberg. Die Ausflüge sind wegen der sorgfältigen Vorbereitung sehr beliebt und können hier nur nochmals empfohlen werden.

Mit voller Kraft ging es auch mit den Bauarbeiten weiter und so konnte bereits am 2. März zum Richtfest geladen werden.

Zum Jahresende mutierte das Kirchweihtrial am 30. November zum „Nikolaus-Trial“. Deshalb ließ es sich auch der Nikolaus nicht nehmen und kam höchstpersönlich zur Siegerehrung.

Sehr erfreulich ist es, dass der AMC Holzkirchen jetzt wieder über einen größeren Stamm junger Trialfahrer verfügt, die auch immer erfolgreicher in den Wettbewerben teilnehmen.

2003
Der AMC Holzkirchen bekommt in seinem 50 Jubiläumsjahr seinen neunten Ersten Vorsitzenden. Nachdem Helmut Hacker sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegt, übernimmt Robert Steininger den Vereinsvorsitz. Das Amt des Jugendleiters wird von Georg Feichtmair angetreten.

Anlässlich des Jubiläum sind mehrere Veranstaltungen geplant. Am 12. Juli wurde ein Lauf zur Deutschen Trial-Meisterschaft ausgerichtet, für den 13. September wurde der AMC Holzkirchen mit der Durchführung des Regional-Fahrrad-Turniers des ADAC Gau Südbayern beauftragt. Der Ausflug führte im Juni in die Toskana und war wiederum ein voller Erfolg.

Zum eigentlichen Festakt wird am ersten Augustwochenende die Einweihung des Übungsgeländes stattfinden, die Abends mit einem Festabend beim Neuwirt in Großhartpenning ihren würdigen Abschluss findet.

Tags darauf wird zum Tag der offenen Tür im Trialgelände geladen, bei dem sich jedermann beim Trialfahren testen kann und Trial-Vorführungen zu bestaunen sind.

Der Erlös der Veranstaltung wird der Organisation „Holzkirchen hilft“ zur Verfügung gestellt.

Für die Unterstützung bei der Errichtung unseres Übungsgeländes bedanken wir uns insbesondere bei:

  • ADAC Südbayern, München
  • ADAC Zentrale, München
  • Ludwig Artmann, Holzkirchen
  • Fa. Hans Gröbmayr, Fraßhausen
  • Helmut Herl, Holzkirchen
  • Fa. Elektro Höß, Holzkirchen
  • Markt Holzkirchen
  • Gemeindewerke Holzkirchen
  • Fa. Isartaler Holzhaus, Holzkirchen
  • Fa. ISKA, Holzkirchen
  • Fa. Kadlec, Reichersbeuern 
  • Fa. Martin Lechner, Westerham
  • Fa. Rudolf Reiter, Großhartpenning
  • Raifeisenbank Holzkirchen